Nachwuchs im Rathaus

Weinheimer Stadtverwaltung gibt 23 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz

Das beste Mittel gegen Fachkräftemangel ist die Ausbildung junger Menschen im eigenen Haus. Das ist in der Wirtschaft mittlerweile unstrittig und in der Weinheimer Stadtverwaltung nicht erst bekannt, seit sie ein Aktivposten im Weinheimer Bündnis Ausbildung ist. Aber seither legt man im Netzwerk der Weinheimer Ausbildungsbetriebe noch mehr gesteigerten Wert darauf, jungen Menschen am Standort einen Ausbildungsplatz und damit eine Perspektive zu bieten – im Sinne von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen. Die wachsende Fluktuation vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels kommt dazu.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverwaltung Weinheim jetzt 23 jungen Menschen den Start ins Berufsleben ermöglicht – das ist eine Rekordzahl. An den vergebenen Ausbildungsplätzen kann man gut die Anforderungen ablesen, die an eine moderne Kommunalverwaltung gestellt werden. So kommen zu den klassischen Verwaltungsausbildungen auch Fachinformatiker hinzu, ebenso ein Absolvent der Dualen Hochschule für BWL-Wirtschaftsförderung, rund die Hälfte der neuen Auszubildenden strebt einen Beruf im Erziehungsbereich an.

„Nachdem wir mit den erstmals 2015 eingestellten jungen Leuten im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in unseren Kitas sehr gute Erfahrungen gemacht haben, können wir auch für das neue Kindergartenjahr wieder auf die sehr gute Unterstützung durch FSJler zurückgreifen“, betont Laura Knab vom Weinheimer Personal- und Organisationsamt. Die Stadt ist 2016 erstmals auch Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst im Bereich der Flüchtlingshilfe und startet dieses Projekt ebenfalls mit zwei Absolventen.

Oberbürgermeister Heiner Bernhard begrüßte die jungen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus und stellte die Stadtverwaltung als verlässlichen und flexiblen Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber vor. Er betonte auch, dass die Aufgaben des öffentlichen Dienstes gerade im Hinblick auf unsichere Zeiten und Umstände nicht weniger werden. Der öffentliche Dienst, insbesondere die sehr nahe am Bürger arbeitenden Kommunalverwaltungen, seien dabei immer mehr ein „Stabilitätsfaktor“ in der Gesellschaft. Diese Aufgabe erfordere Gewissenhaftigkeit und Verantwortung. „Jede einzelne von Ihnen ist jetzt auch ein Werbeträger für den öffentlichen Dienst“, ermunterte der OB.