Zweiburgen-Talente noch besser nutzen

870444_82880357Der 75. Mittagstreff der Weinheimer Wirtschaft war ein symbolisch gut gewählter Auftakt für ein neues „Weinheimer Bündnis Ausbildung“, denn der Mittagstreff ist ein Beispiel für gelungene Netzwerkarbeit in einer Kommune. Und auch das neue Bündnis, das sich dort am Freitag (23. Mai) vorstellte, ist ein Netzwerk.

Und zwar aus Weinheimer Unternehmen, den Gewerbeverein, der kommunalen Wirtschaftsförderung und jenen, die sich in Weinheim schon seit Jahren engagiert darum kümmern, dass jungen Menschen der Übergang von der Schule ins Berufsleben gelingt: Der Jugendagentur Job Central, das Bildungsbüro/Integration Central und das Büro für Kommunale Koordinierung am Übergang Schule/Beruf – eine geballte Kraft also.

Mit dem 75. Mittagstreff im Alten Rathaus am Marktplatz hat das Bündnis seine Arbeit aufgenommen. Mit einem ansprechend gestalteten Flyer werben die Initiatoren nun um weitere Mitstreiter und um „Zweiburgentalente“.
Die Aktion schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe:

Wir wollen jungen Menschen in der Region eine Zukunft bieten, unseren Fachkräftebedarf sichern und den Ausbildungsstandort Weinheim stärken“,

so steht es in der Vorstellungs-Broschüre. Neben den kommunalen Akteuren ist der Gewerbeverein Weinheim ein Mitglied im Bündnis, dazu die Betriebe Freudenberg Service KG (als hauptsächlicher Träger der gewerblichen Ausbildung in der Firmengruppe Freudenberg), die Naturin Viscofan GmbH, die Stadtwerke, Diesbach Medien, die Volksbank und das Autohaus Jöst. In persona sind die Betriebe durch die Geschäftsführer oder Personalverantwortlichen vertreten. Als Arbeitsgruppe tagt das Bündnis seit etwa einem Jahr – der Anstoß kam von der Gruppe Ideen für Weinheim.

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendlichen in Weinheim eine berufliche Orientierung zu erleichtern und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Schlummernde Talente sollen entdeckt und gefördert werden. Das helfe jedem einzelnen, werbe für den Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort und die Bildungsregion Weinheim gleichermaßen und stärke ein Wir-Gefühl in der Stadt. Das Ziel ist: ein Mehrwert für alle durch gezielte Kooperation – auch durch die engere Zusammenarbeit von Unternehmen verschiedener Größen und Branchen.

Erste konkrete Vorhaben der Gruppe gibt es auch schon, zum Beispiel einen gemeinsamen „Weinheim-Stand“ bei Berufsbildungsmessen, die Bildung eines Bewerberpools für die Ausbildung, überfachliche Azubi-Schulungen und eine Initaitive für mehr Transparenz und Abstimmung der Praktikumszeiten der Schulen.

Info: Interessenten aus der Weinheimer Wirtschaft, die mitarbeiten wollen, wenden sich bitte an das Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf, Dr. Susanne Felger, Telefon 06201-82 579 oder s.felger@weinheim.de oder an die Wirtschaftsförderung, Jens Stuhrmann, Telefon 06201- 82 550 oder j.stuhrmann@weinheim.de

>> zum Artikel in den Weinheimer Nachrichten vom 26.5.14